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Aktuelles

Morgens beim Frühstück auf Augenhöhe mit der Trierer Porta Nigra, das erlebte die Fachgruppe Latein auf einer Wochenend-Fortbildungsfahrt. Der Trip diente der Vorbereitung einer Exkursion mit Lateinschülern des Jahrgangs 11 im kommenden Jahr und entpuppte sich als ein Intensivkurs in römischer Kultur der Region an der Mosel.PortaNigraFachgruppe Latein2018

Das antike Augusta Treverorum, wie Trier damals hieß, war zunächst Provinzhauptstadt und Logistikdrehkreuz für die Versorgung der Rheinarmeen, bevor es Rom als Reichshauptstadt ersetzte und damit für wenige Jahrhunderte Weltstadtstatus erlangte. Ausgehend von dem repräsentativen Stadttor, heute „Schwarzes Tor“ genannt, besuchte die Gruppe den Dom, der aus den Fundamenten des Hauses der Kaiserin Helena erwuchs. Sie lernten auch die Palastaula Kaiser Konstantins kennen, wo der enorm große, klare Raum seine respekteinflößende Wirkung auf die Lateinlehrer von heute genauso wenig verfehlte, wie vor 1700 Jahren auf Bittsteller vor dem Kaiserthron. Schließlich erwanderten sich die Lehrkräfte auch das Amphitheater am Hang, das mit seiner Bühnentechnik unter der Arena beeindrucken konnte. Die Vorstellung, dass hier unten wilde Tiere brüllend auf ihren Auftritt in der Arena warteten, rief ein leichtes Gruseln hervor. Die beeindruckenden Kaiserthermen, beileibe nicht die einzigen in der – so schätzt man heute – 60.000 Einwohner-Stadt, ließen vor dem inneren Auge der Löninger Besucher Kopfkino ablaufen: das lässige Planschen der Freizeitbesucher, die zielstrebigen Bahnen durchtrainierter Militärs, gedämpfte Geschäftsverhandlungen am Beckenrand, das Ächzen der Ringer nebenan und auch die werbenden Rufe der Imbissverkäufer oder Haarausreißer konnte man sich gut vorstellen. In den insgesamt mindestens drei Thermenanlagen der Stadt ließen die Großstädter der Antike sich wie in heutigen Wellnesstempeln verwöhnen. Der Besuch im Rheinischen Landesmuseum schließlich (siehe Foto, mit Erlaubnis des Rheinischen Landesmuseums) krönte die Fortbildung mit den Highlights des Hauses: der Mosaikenraum, die Straße der eindrucksvollen Grabdenkmäler und besonders der Trierer Goldschatz aus 18 kg Goldmünzen aus dem zweiten Jahrhundert faszinierten die Betrachter aus dem Oldenburger Münsterland. Voller Eindrücke davon, was Trier neben der weltbekannten Porta Nigra zu bieten hat, kehrte die Fachgruppe ins Schulleben nach Löningen zurück.Trier3KollegenGlasbecher2018